Pressestimmen
Kölner Stadtanzeiger (14.02.2011):
... Durch die „Nacht der apokalesbischen Untunten“ führten gewohnt spritzig Marion Radtke und Matthias Brandebusemeyer... Herrlich trashig die Horrorfilm-Persiflage „Gay Bitch Project“, bei der Claus Vincon und Brandebusemeyer als Jungfilmer am Aachener Weiher unter die schwulen Zombie-Räder geraten. Auch der singende Nosferatu von Stephan Runge war aller untoten Ehren wert...
FLASH (Februar 2011):
... Besonders positiv in Erinnerung bleiben die Auftritte von Dada Stievermann als Rockröhre Tina Döner und Schwulengabi Nr.1, die frustriert einen Mann sucht, der ihr den Hof und nicht andauernd nur die Haare macht. Initiator Stephan Runge leidet herrlich als hypochondrischer Nosferatu und als Vadder Abraham, der an der Erziehung seines obszönen Sado-Maso-Schlumpfes (George Le Bonsai) kläglich scheitert ... und Nina Klopschinski fordert als musikalischer Leckerbissen mit ihrer schönen Popstimme „Komm und beiss mich!“.
Ein Highlight mit unmessbar hohem Trashfaktor bleibt aber ganz eindeutig die Videoeinspielung des „Gay Bitch Project“, in dem sich zwei Filmstudenten (Matthias Brandebusemeyer und Claus Vincon) im kleinen Cruisingwäldchen am Aachener Weiher verlaufen. All das wäre noch zu ertragen, wären sie nicht auch noch der furchteinflößenden Gay Bitch Marie Luise Hanuta (Jonathan Briefs) ausgesetzt, die ihren Opfern den Intimbereich rasiert und mit ihren Mottoliedern versucht, die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Wenn das bunt gemischte Ensemble der Röschensitzung Körperkontakt-Karneval im ExCorner nachspielt oder im Gitte Musical „Bitte Henning“ alle Henning Songs verhunzt, fehlt dem Publikum streckenweise leider die nötige Geduld und Konzentration...
Hier könnt Ihr den Original-Artikel mit Fotos anschauen: www.flash-cologne.de
www.inqueery.de (01.03.2011):
... Nach dem eher mäßigen Programm der letzten Ausgabe zeigte das kreative Team wieder, was eine närrische Harke ist. Dabei musste das bewährte Ensemble einen prominenten Abgang verkraften. Hilde Hübsch alias Bernd von Fehrn hatte Abschied genommen, blieb aber als Texter im Hintergrund aktiv.
Matthias Brandebusemeyer und Marion Radtke moderierten sich nun als Duo durch einen abwechslungsreichen Abend.
Filmeinspieler "Gay Bitch Project"... grandiose... Parodie aufs "Blair Witch Project"...
Als überraschend verdorben, später gar mörderisch entpuppt sich der von George le Bonsai passend verkörperte Schlumpf an der Hand seines Vader Abraham ...
Zu den weiteren Highlights gehörte überraschend der Auftritt des von Jonathan Briefs verkörperten "Depressivchens", das diesmal ein für die Verhältnisse der Figur schmissiges Lied über seine chronische Krankheit im Gepäck hatte ("Ich dachte, ich spüre Gott in mir, aber es war Schilddrüsenunterfunktion").
Nach dem im Gesamteindruck eher mauen Programm aus dem Vorjahr hat die Röschen-Crew im dieser Session zu alter, fantasievoller Stärke zurück gefunden...
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www.alternativer-karneval.de (02/2011):
Die Röschensitzung sagt "Kölle Aloah"...
...und die Heten feiern mit.
Alle Röschen-Sitzungen waren ausverkauft - nur die Sitzung am Freitag, dem 18. Februar war es nicht. Man sollte also nicht aufgeben und doch immer wieder mal auch kurzfristig nachfragen, ob zu einzelnen Sitzungen nicht doch noch Karten zu haben sind - denn den Künstlerinnen und Künstlern der Röschensitzung ist eigentlich eine ausverkaufte Sitzung zu wünschen: ein anspruchsvolles, ästhetisches Programm wird gekonnt in fast vier Stunden auf die Bühne gebracht, unglaublich souverän die Moderatoren, von hoher Qualität die Gesangseinlagen, professionell werden die originellen Darbietungen vorgetragen.
Interessant und rätselhaft auch das Publikum: einerseits ist es bereit, spontan, schnell und laut mitzugehen, mitzusingen und mitzufeiern - so wie es Künstler sich nur wünchen können. Andererseits hätten auch große Zicken Schwierigkeiten, die Ignoranz zu toppen, die große Teile des Publikums vortrugen, sobald es mal nicht krachledern was zu schunkeln gab: Da wurde sich unterhalten, das I-Phone vorgezeigt und im besseren Fall auch benutzt, schnell noch ein Bier bestellt und zu Essen geholt. Natürlich geht man bei einer Büttenrede dann auch gerne mal aufs Klo.
Verdient haben dies die Künstler nicht - sie wußten durch gute bis sehr gute Leistungen zu überzeugen.
Die Röschen Sitzung befindet sich in der 7. Session und es wäre wünschenswert, wenn in der 8. Session vielleicht noch zusätzliche Termine angeboten werden - denn das "Kölle Aloah" (statt des "Kölle Alaaf") verdient Verbreitung und wird hoffentlich auch mal am Rosenmontagszug vernommen. Doch aktuell führen Marion Radtke und Matthias Brandebusemeyer durch die "Nacht der apokalyptischen Untunten". Nicht tot zu kriegen sind sie, die Schwulen und Lesben in Köln-Mülheim, werden aber auch sorgsam begleitet von der heterosexuellen Dada Stievermann, die als "Schwulengabi Nr. 1" für alle Sorgen und Nöte der homosexuellen Welt ein offenes Ohr hat und diese gekonnt in einer Büttenrede wiedergibt - bevor sie denn zur Kathleen Turner "mutiert". Etwas seltsam mutete die Tanzgruppe "Burning Feet" an, die mit ihren Darbietungen auch bei einem heterosexuellen Sportereignis als Cheerleader hätten antreten können.
Doch ansonsten wird ausgelassen schwul-lesbischer Karneval gefeiert:
Stimmlich herausragend ist Nina Klochinski ("Beiss mich"), die insbesondere im Gitte Haenning Musical ("Henning hat nen Mann") reüssiert und beeindruckt. "Karneval im Corner" zeigt, daß es Karneval in den beliebten Kneipen immer gleich ist, egal, ob Hete oder Homo: es ist zu voll, es gibt kein Bier und angesichts des Toilettennotstandes sollte man sich genau überlegen, ob man das, was denn da nach Bier ausschaut, auch tatsächlich trinkt... ; Köstlich das Musical, wenn ein von einem schwulen Paar adoptierter Junge sich im Erwachsenenalter als heterosexuell outen muß ("Ich freue mich auf Papa und Papa"). Doch wirklich grandios die Auferstehung von Vader Abraham und George Le Bonsai als Schlumpf: wir haben es immer geahnt, daß Schlümpfe nicht nur blau, sondern auch ganz schön versaut sind. Ästhetisch schön: die Vorführung des Zauberer Swann, der auch gekonnt mit Lichteffekten arbeitet. Auch die Nummer der Rocky-Horrer-Picture Show mit gleich drei "Sweet Transvestites" macht Laune.
Die schönsten Kellner (und natürlich auch Kellnerinnen) hat die Röschensitzung sowieso - sie hören auf so klangvolle Namen wie "Sensibelchen", "Schätzelein" oder auch "Sugardaddy". Doch das größte Rätsel dürfte für das zu rund einem Drittel aus Heten bestehende Publikum immer noch sein, wie die meisten Teile des Publikums angesichts des Geräuschpegels dennoch fast alles mitbekommen, was vorne gegeben wird - aufs Zuhören bezogen ist Multitasking kein Monopol der Frauen...
Wir freuen uns jetzt schon aufs nächste Jahr, wenn wieder Röschen gepflanzt und gegossen werden und dann spppriiiIIIISSSEN...
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Kölner StadtAnzeiger (17.01.2005):
"Ein Großteil des alten Ensembles der Rosa Sitzung hat die Sympathien auf seiner Seite:
neben den Moderatoren Marion Ratke, Matthias Brandebusemeyer und Bernd von Fehrn bleiben vor allem in Erinnerung: die Eröffnungsnummer mit einem Riesenohren-Menschenorchester, die Live-OP vom Mann zum Transvestit, Stephan Runge als schwuler Köbes, die "Six Feet Under"-Parodie und die Sexualaufklärung zur klassischen Musik von "Peter und der Wolf"..."
Express (16.01.2005):
"... und das mit gleich drei ganz tollen Songs, mit denen sie auf jeder Sitzung, egal ob hetero oder homo, den Saal aufmischen könnten: Udo Jürgens` "Griechischer Wein" wird zur Hymne "Kölsch muss es sein". Die Schunkel-Attacke von Hilde Hübsch (alias Bernd von Fehrn) "1,2,3,4 - Schunkeln" ist einfach nur ansteckend. Und Coco Camelles "Heute stecken wir die Sorgen in ein großes Postpaket" hat echtes Evergreen-Potenzial."
Kölnische Rundschau (17.01.2005):
"Herrlich komisch: die musikalische Parodie der Pro-Sieben-Serie "The Swan"... Weiterer Höhepunkt: beim Gastauftritt von Trude Herr alias Teddy Floeck mit kölschem Twist bebt der ganze Saal."